Dein Depot – 10 Kriterien für den idealen Broker

Erinnerst Du Dich noch an Deine Grundschulzeit?

Lesen, Schreiben, Rechnen…Alles noch irgendwie fremd, nervig, manchmal auch überfordernd. Geschafft hast Du das trotzdem. Also hoffe ich jetzt mal 😀

Und warum?

Erstens, weil Du musstest. Das sind so grundlegende Fähigkeiten, dass Du im späteren Leben ohne sie einfach aufgeschmissen gewesen wärst.

Zweitens, weil’s am Ende doch gar nicht sooo schwer war. Klar, Du musstest dranbleiben, Dich vielleicht ein bisschen anstrengen. Aber irgendwann bist Du dann auch an den Punkt gekommen, ab dem es lief. Und zwar ohne groß darüber nachzudenken. Wieviel 7×6 ergibt oder wie man “Rendite” schreibt, ist (wahrscheinlich) nichts, was Du Dir heute noch aktiv überlegen musst.

So ähnlich ist das mit der Geldanlage auch. Vor allem mit der Wahl des richtigen Brokers. Das für Dich richtige Depot zu finden, kann manchmal ein kleines bisschen dauern. Es kann verwirrend sein. Nerven.

Und doch ist es unverzichtbar.

Wer Aktien, ETFs und ähnliche Wertpapiere handeln möchte, der braucht ein Depot. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Ohne geht’s nicht.

Zwar ist es einerseits toll, dass in den vergangenen Jahren der Markt an Brokern, also Depot-Anbietern, kräftig gewachsen ist. Konkurrenz belebt das Geschäft. Davon profitiert am meisten der Kunde. Und das bist Du.

Das Problem: Gerade als Anfänger erschlägt einen das vielfältige Angebot regelrecht. Es fällt schwer, zu unterscheiden, was wichtig ist – und was nicht.

Aber keine Panik. Das geht jedem – und zwar wirklich jedem – am Anfang so.

Um Deine Verwirrungsphase(n) so kurz wie möglich zu halten, erklärt Dir der AnlageAlligator im Folgenden zunächst einmal noch kurz, was ein Depot überhaupt ist. Im Anschluss daran bekommst Du die wichtigsten Infos und Kriterien zur Wahl Deines Depots. Damit Du direkt mit Aktien & Co. durchstarten kannst, verrät Dir der Alligator am Ende auch, welche beiden Depots er besonders einsteigerfreundlich findet.

Hinweis: Für Eilige und Lesefaule sind unter der Rubrik "Der schnelle Happen" die Kernaussagen zusammengefasst.

1. Was ist ein Depot?

Mehr Schließfach als Depot
Nein, so werden Aktien nicht (mehr) aufbewahrt…

Ein Depot kannst Du dir ganz einfach als ein spezielles Konto für Wertpapiere vorstellen. In Deinem normalen Girokonto bei der Bank kannst Du nur Geld(-forderungen) halten. Wer Wertpapiere wie Aktien und ETFs handeln möchte, braucht ein Depot bei einem Broker.

Broker?

Der Broker ist praktisch Deine Depot-Bank. Da Du leider nicht selbst an einer Börse handeln darfst, brauchst Du unterstützend einen Broker. Der Broker stellt Dir Dein Depot und führt Deine Orders aus. Wenn Du also Wertpapiere an einer Börse kaufen oder verkaufen möchtest, erteilst Du Deinem Broker einen entsprechenden Auftrag. Er führt den Auftrag dann gegen eine Gebühr aus.

Wie das genau funktioniert?

Fast nur noch elektronisch. Den sogenannten Parketthandel, also Bilder von durcheinanderrufenden und wild gestikulierenden Anzugträgern, gibt es in der Praxis kaum noch. In Deutschland wird vor allem über Xetra (exchange electronic trading), die Online-Version der Frankfurter Börse, gehandelt.

Auch Du selbst wirst Deine Orders in der Regel online abgeben. Dazu loggst Du Dich einfach auf der Seite Deines Brokers ein und gibst an, welches Wertpapier in welcher Stückzahl (und am besten auch bis zu welchem Preis) Du kaufen möchtest. Wie Du das vom Online-Banking vielleicht schon kennst, musst Du üblicherweise zur Bestätigung noch eine TAN generieren. Das war’s dann auch schon.

Alternativ kannst Du bei vielen Brokern auch noch telefonisch Orders aufgeben. Nachdem die Broker mittlerweile alle Online-optimiert sind, ist das allerding erstens umständlich und zweitens (teilweise erheblich) teurer. Ich rate daher davon ab.

Alles klar? Dann kann es ja jetzt losgehen mit der Top-10!

2. Die 10 wichtigsten Kriterien für Dein Depot

Die folgenden Punkte solltest Du Dir auf jeden Fall durch den Kopf gehen lassen, bevor Du Dich für ein Depot entscheidest.

2.1 Nutzbarkeit auf verschiedenen Endgeräten

Sicher nicht das alles entscheidende Kriterium, aber je nach Vorliebe durchaus relevant. Nicht alle Broker bieten Dir Versionen für alle Endgeräte (Desktop, Tablet, Handy) an. So finden sich vor allem unter den jungen und innovativen Brokern durchaus Anbieter, die ausschließlich als App existieren, also nur übers Handy bedient werden können. Entsprechend gut entwickelt fällt dafür dann natürlich auch die mobile Version aus.

Per App auf Deinem Handy sind mittlerweile auch die großen und etablierten Broker verfügbar, wobei die Qualität der Apps dann wieder recht unterschiedlich ausfällt.

Insgesamt gilt: Solange Du nicht zu den Menschen gehörst, die es sich überhaupt nicht vorstellen können, Geldgeschäfte auf dem Handy abzuwickeln, solltest Du diesen Punkt nicht besonders hoch gewichten.

Bedeutung: 🐊

2.2 Service

Schon deutlich wichtiger kommt da die Frage nach dem Serviceangebot daher. Gerade als Einsteiger hilft es sehr, im Zweifel schnell einen kompetenten Mitarbeiter ans Telefon zu bekommen. Auch Unterstützung per E-Mail und teilweise sogar Live-Chat wird angeboten.

Nur: Wie willst Du als Anfänger die Servicequalität eines Brokers beurteilen?

Einen Anhaltspunkt bieten Dir sicher Google-Bewertungen.

Ist der Kundenservice rund um die Uhr erreichbar?

Teste Doch einfach mal die Antwortzeit auf eine Anfrage von Dir als Interessent. Häufig wird auch ein eigenes Forum angeboten, in dem sich für ein schnelleres Ergebnis Kunden gegenseitig helfen können, bis sich ein Mitarbeiter der Frage annimmt.

Neben der Erreichbarkeit und der Hilfsbereitschaft des Kundenservice fallen auch noch Zusatzangebote in die Kategorie Service. Manche Broker haben sogar eigene kleine “Akademien” ins Leben gerufen, mit denen Du Dein Wissen rund um’s Thema Börse weiter ausbauen kannst.

Als grobe Faustregel kannst Du davon ausgehen, dass die etwas teureren Broker tendenziell ein etwas besseres Serviceangebot bereithalten. Ist auch irgendwo logisch. Mitarbeiter, die sich um Kundenanliegen kümmern und ein Wissensportal hochziehen, kosten eben Geld.

Bedeutung: 🐊🐊

2.3 Nutzeroberfläche

Man mag es kaum glauben, aber auch im Jahr 2020 reicht beim Design die Spanne noch vom zweifelhaften Charme der 90er Jahre bis hin zu einer smart gestalteten Kommandozentrale. Wie wichtig es Dir ist, dass die Seite Deines Brokers ansprechend gestaltet ist, ist natürlich eine sehr individuelle Frage. Jedenfalls so lange, wie nicht die Übersichtlichkeit unter der schlechten Aufmachung leidet.

Denn machen wir uns nichts vor: Unübersichtliche Seiten nerven. Und es geht unnötig Zeit verloren, während Du versuchst Dich zurecht zu finden.

Daher kann es ratsam sein – sofern vorhanden – mal eine Demo-Version auszuprobieren. Zu fast jedem Broker lassen sich jedenfalls Screenshots aus der Depotübersicht finden, mit denen Du Dir einen ersten Überblick verschaffen kannst.

Bedeutung: 🐊🐊

2.4 Nur Broker oder all-in-one?

Die Banken- und Brokerlandschaft ist eine seeehr vielfältige. Hausbanken und Direktbanken mit Giro-, Tages- und Festgeldkonten. Und einem Broker für den Wertpapierhandel dazu. Manchmal auch nicht.

Dann gibt es auch eigenständige Broker, die natürlich mit Banken zusammenarbeiten, aber selbst keine sind.

Für was soll ich mich jetzt entscheiden?

Gegenfrage: Was brauchst Du?

Im Gegensatz zu Direktbanken, die (nahezu) ausschließlich auf ihre Internetpräsenz setzen, sind Hausbanken der Klassiker. Die Sparkasse oder VR-Banken, die fast auf jedem Dorf noch eine Filiale haben eben. Wenn Du Fragen hast, kommst Du vorbei, gehst an den Schalter und fragst.

Der Vorteil eines eigenständigen Brokers ist, dass er ein Kerngeschäft hat. Darauf konzentriert er sich. Und gut ist es. Auf der anderen Seite hast Du halt einen weiteren Vertrag. Ein zusätzliches Portal mit eigenen Zugangsdaten, die Du Dir merken oder sicher aufbewahren musst. Eventuell auch noch eine App zur TAN-Generierung.

Für den Alligator ein minimaler Zusatzaufwand, also überhaupt kein Problem – solange Preis und Leistung stimmen. Aber vielleicht tickst Du da ja anders und legst großen Wert auf den Komfort, alles “aus einer Hand” zu bekommen.

Bei Banken, die alles abdecken sieht man dagegen häufiger, dass nicht alle Bereiche gleich gut bespielt werden können. Da ist dann schon mal das Wertpapiergeschäft “so mit dabei”, damit man halt alles anbietet. Aber wirklich Mühe gibt man sich nicht. Aus Kundensicht nicht das Gelbe vom Ei. Das gilt ausdrücklich nicht für alle “all-in-one-Banken”. Aber man sieht es häufig.

Insgesamt ist das für den Alligator also ein eher vernachlässigbarer Unterschied. Andere Aspekte sind deutlich wichtiger. Zum Beispiel der nächste…

Bedeutung: 🐊

2.5 Depotführungsgebühr

Glücklicherweise bieten mittlerweile viele Broker ein Depot ohne laufende Gebühr an. Anders ist das in Teilen noch bei den Brokern der Hausbanken.

Der Vorteil so einer Hausbank? Wenn man mal von Angesicht zu Angesicht mit einem Berater sprechen möchte, ist jemand da. Der Nachteil: Das kostet.

Und diese Kosten müssen irgendwie wieder reingeholt werden – zum Beispiel über Depotführungsgebühren. Das heißt Du zahlst, auch wenn Du überhaupt nicht handelst. Entweder einen fixen Betrag oder einen prozentualen Anteil an Deinem Depotbestand.

Auf der anderen Seite haben in letzter Zeit vereinzelt auch Direktbanken angefangen, Depotführungsgebühren zu erheben. Oder gar Negativzinsen.

Richtig gelesen: Keine Null- sondern Negativzinsen.

Das, was Du ständig in den Nachrichten hörst. Was vermeintlich nur die großen Banken trifft und immer so schön weit weg erscheint. Es gibt mittlerweile tatsächlich Broker, die von Dir Geld dafür haben wollen, dass Du Dein Geld bei ihnen parkst. Heftig.

Hm. Natürlich zahlt niemand gern. Aber könnte es das vielleicht wert sein?

Der AnlageAlligator meint klipp und klar: NEIN.

Viele Broker schaffen es auch ohne Depotgebühren einen ordentlichen Service zur Verfügung zu stellen. Auch die eben angesprochene persönliche Beratung bei einer Hausbank ist oft…nunja…sagen wir mal von wechselhafter Qualität. Dafür gibt es viele Gründe, die ich hier nicht alle ausbreiten kann. Sonst wird das noch ein Endlosroman. 😄

Ein wichtiger Grund liegt aber in einem ganz typischen Interessenskonflikt: Die Bankberatung erfolgt in Deutschland fast nur auf Provisionsbasis. Heißt im Klartext: Nur wenn der Berater Dir ein bestimmtes Produkt verkauft, wird er dafür bezahlt. Er wird Dir daher regelmäßig keine Anlageinstrumente vorstellen, an denen er nichts verdienen kann. Auch wenn diese vielleicht ideal für Dich wären.

Genau deswegen ist es so wichtig, dass Du Dich selbst um Deine Finanzen kümmerst!

Zumindest ein bisschen.

Und dass Du den Willen dazu hast, zeigt ja Dein Besuch beim Alligator.

Weiter so!

Zurück zu den Depotführungsgebühren. Gerade weil Du für etwaige Gebühren typischerweise keinen entsprechenden Mehrwert im Vergleich zur Broker-Konkurrenz bekommst, solltest Du hier keine Kompromissbereitschaft zeigen.

Es gibt einfach zu viele gute Depots ohne Gebühr, als dass Du Deine Rendite durch diese unnötigen Kosten schmälern solltest.

Bedeutung: 🐊🐊🐊

2.6 Order- bzw. Sparplangebühren

Wo wir gerade von Gebühren reden – ich weiß, hässliches Thema. Aber extrem wichtig! Anders als eine mögliche Depotführungsgebühr ist es gang und gäbe, dass Du für den Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers eine Ordergebühr bezahlen musst.

Wie unterschiedlich diese Ordergebühr ausfällt, lässt sich schwer auf einen Nenner bringen. Denn auch hier erheben manche Broker wieder eine fixe Gebühr, andere eine prozentuale und wieder andere kombinieren eine fixe Grundgebühr mit prozentualen Aufschlägen. Puh😅

Am besten wird es wahrscheinlich anhand eines Beispiels deutlich. Für eine Orderposition in Höhe von 1.000 Euro werden bei den meisten Brokern Ordergebühren zwischen etwa 4 und 10 Euro fällig. Je nachdem an welcher (deutschen) Börse Du die Order ausführen lässt, können nochmals zwischen 2 und 4 Euro als Handelsplatzgebühren dazukommen.

Für deutsche Handelsplätze, wohl gemerkt. Bei ausländischen Börsen musst Du gut aufpassen, hier kann eine Order (insgesamt) durchaus auch mal das Dreifache kosten. Immerhin: Deutsche Broker müssen Dich vor Abschluss der Order auf die zu erwartenden Kosten hinweisen.

Und was für eine Gebühr ist jetzt okay?

Naja, in Stein gemeißelt ist da natürlich nichts. Aber als groben Richtwert kannst Du ansehen, dass Deine Ordergebühren nicht über 1 Prozent liegen sollten. Also maximal ein Hundertstel von dem Betrag, den Du mit der Order gerade handelst.

Wenn Du, wie am Anfang Deines Vermögensaufbaus nicht ungewöhnlich, erstmal mit kleineren Summen hantierst, ist diese Grenze bei einigen Brokern schnell mal überschritten. Das solltest Du nicht einfach hinnehmen.

Denn eines musst Du immer bedenken: Jeder Euro, der für Gebühren draufgeht, schmälert Deine Rendite. Was kurzfristig vielleicht nicht nach besonders viel aussehen mag, kann über einen langfristigen Anlagezeitraum schon eine ganze Menge ausmachen.

Hinweis: Zu einem besonderen “Schnäppchen” in puncto Ordergebühren kommen wir später noch!

Wo wir schon bei Gebühren sind. Nicht nur bei der Order können Broker zulangen. Manche erheben Gebühren auf ausländische Dividendenzahlungen. Heißt für Dich: Du musst jedes Mal zahlen, wenn Du eine Dividende aus dem Ausland bekommst. Da insbesondere in den USA viele Unternehmen ihre Dividende quartalsweise ausschütten, kann das richtig teuer für Dich werden!

Wenn Dein Depot also mehr als ein- bis zwei ETF-Klassiker beinhalten soll, rate ich Dir auf jeden Fall, solche Broker zu meiden. Aber keine Sorge, mit den Empfehlungen des AnlageAlligators bist Du da auf der sicheren Seite.

Bei einem Sparplan sind typischerweise entweder 1,00 Euro bis 1,50 Euro als fixe Pauschale oder 1,0 bis 1,5 Prozent der Anlagesumme zu zahlen. Allzuviel Spielraum bleibt Dir also nicht. Dazu kommt noch, dass die gerade für Sparraten ab 100 Euro besonders günstigen fixen Gebühren oft nur für ETFs gelten. Falls Du Dir das Thema Sparpläne nochmal näher ansehen möchtest, kannst Du das hier gerne tun.

Wie auch vorhin schon gilt hier: Gebühren sind ein zentrales Thema bei der Wahl des richtigen Depots. Denn wie heißt es so schön?

It’s all about the money.

Bedeutung: 🐊🐊🐊

2.7 Sonderkonditionen

Manche Broker lassen sich zur Neukundengewinnung ganz schön was einfallen. Das kann eine einmalige Geldprämie für die Depoteröffnung oder den ersten Sparplan sein. Aber auch vergünstigte Depotführungs- und Ordergebühren – bis hin zu ein paar komplett kostenlosen Orders – kommen vor.

Diese Angebote sind zeitlich begrenzt und sollen Dir den neuen Broker erstmal schmackhaft machen. Auf der anderen Seite kannst Du dadurch tatsächlich erstmal einiges an Geld sparen. Bzw. im Falle einer Prämie sogar zusätzliches Geld gewinnen, das Du wieder in Deine Anlagen investieren kannst.

Oder eben einfach verprasst. 🍻

Je nach konkretem Angebot kannst Du von Sonderkonditionen schon kräftig profitieren, weswegen sie als Faktor für Deine Depot-Wahl nicht ganz unwichtig sind.

Bedeutung: 🐊🐊

2.8 Einlagensicherung

Das Thema wird (zum Glück!) nicht allzu oft relevant. Aber wenn doch, dann kracht es richtig.

Wenn Deine Bank/Dein Broker Pleite geht und in die Insolvenz muss, stellt sich die Frage, was mit Deinem Geld und Deinen Wertpapieren passiert. Mit Aktien und ETFs normalerweise nichts Dramatisches. Sie sind Sondervermögen, d.h. sie werden von der Insolvenzmasse getrennt betrachtet. Geht Dein Broker unter, gehören Sie also weiterhin Dir. Beruhigend.

Anders kann das mit Deinem Geld laufen. Um Wertpapiere kaufen zu können, musst Du ja erst einmal den nötigen Betrag an Deinen Broker überweisen. Der schreibt es Dir dann in einem Verrechnungskonto gut.

Das Problem daran: Rechtlich gesehen hast Du das Geld jetzt nicht mehr. Was Du hast, ist nur eine Forderung gegen Deinen Broker. Also den Anspruch auf das eingezahlte Geld. Und das ist leider kein Sondervermögen. Bei einer Pleite des Brokers könnte das Geld daher tatsächlich weg sein.

Für solche Fälle ist die Einlagensicherung wichtig.

Bei einem Broker innerhalb der Europäischen Union sind Deine Einlagen bis zu 100.000 Euro pro Kunde und Broker gesetzlich gesichert.

100.000 Euro.

Falls Du da drunter liegst, hast Du also wenig zu befürchten.

Falls nicht, kann man Dir nur gratulieren! 😀

Solltest Du tatsächlich in der angenehmen Situation sein, über ein mindestens sechsstelliges Barvermögen zu verfügen, kannst Du Dein Geld einfach auf mehrere Banken/Broker aufteilen. Denn für jede Bank bzw. jeden Broker gelten die 100.000 Euro neu. Ansonsten kannst Du die überschüssigen Euros auch einfach in Aktien und ETFs anlegen…

Bedeutung: 🐊🐊

2.9 Wertpapierangebot

Mit zunehmender Erfahrung immer relevanter wird auch die Frage nach dem Angebot an Wertpapieren. Das betrifft zum einen die Wertpapierklasse, zum anderen aber auch einzelne Titel und Börsenplätze.

Bei so ziemlich allen Brokern kannst Du grundsätzlich Klassiker wie Aktien und ETFs handeln. Wer es riskanter mag, der bekommt in der Regel auch die Möglichkeit, Optionsscheine und Zertifikate zu (ver-)kaufen. Durchaus interessante aber etwas komplexere Finanzprodukte wie Optionen, Futures und Devisen hingegen bieten die üblichen Broker nicht an. Das ist allerdings auch überhaupt nicht schlimm, weil sie für Einsteiger vollkommen ungeeignet sind (gilt aber eigentlich für Optionsscheine und Zertifikate genauso). Wenn Du erst mal einen gewissen Erfahrungsschatz aufgebaut hast und eine große Risikotoleranz mitbringst, gibt es einige spezielle Broker, die hierfür in Frage kommen.

Neben diesen verschiedenen Finanzprodukten wirst Du allerdings auch bei Aktien und ETFs gewisse Unterschiede feststellen. Das kann z.B. daran liegen, dass ein Broker nur den Handel über einen oder wenige Handelsplätze anbietet. Schließlich kannst Du an einer Börse immer nur die Wertpapiere handeln, die dort auch gelistet sind. Manche Broker schließen auch spezielle Aktientypen wie REITs (Immobilienunternehmen mit einigen steuerlichen Besonderheiten) aus. Auch sind nicht immer ETFs von allen Anbietern handelbar.

Solltest Du also von vornherein ganz bestimmte Titel ins Auge gefasst haben, lohnt sich ein kleiner Kontrollblick, ob diese überhaupt bei Deinem Wunschbroker handelbar sind. Ist das nicht der Fall und finden sich auch keine vergleichbaren Alternativen, wirst Du Dich wohl nach einem anderen Anbieter umschauen müssen.

Bedeutung: 🐊🐊🐊

2.10 Sparplanangebot

Da auch das Thema Sparpläne in den letzten Jahren rasant an Bedeutung gewonnen hat, werfen wir zu guter Letzt noch einen Blick auf die Unterschiede in diesem Bereich. Falls Du ohnehin nichts von Sparplänen hältst, kannst Du diesen Punkt ruhig überspringen.

Zwar bieten mittlerweile viele, aber längst noch nicht alle Broker auch Sparpläne an.

Hat ein Broker ein Sparplanangebot, so kann es jeweils auf ETFs oder Aktien beschränkt sein oder beides beinhalten.

Ab welcher Anlagesumme kannst Du überhaupt einen Sparplan einrichten? Wohl immer noch Standard ist es, dass Du mindestens 50 Euro pro Sparplanausführung anlegen musst. Viele Broker bieten aber mittlerweile auch schon Sparplanraten ab 25 Euro an. Bei Trade Republic* liegt die Mindestsparrate sogar bei nur 10 Euro – was gerade dem kleinen Geldbeutel sehr entgegen kommt…

Und so ziemlich jedem die Ausrede “ich hab kein Geld zum anlegen” wegnehmen dürfte. 😉

Auch die Häufigkeit der Sparplanausführung ist gelegentlich unterschiedlich. Fast immer kannst Du eine monatliche Ausführung auswählen. Ob es daneben auch Ausführungen alle zwei, drei oder sechs Monate gibt und ob jeweils zum Monatsbeginn oder zur Monatsmitte ausgeführt wird, hängt vom Broker ab. Ist aber offen gestanden meist kein besonders wichtiger Aspekt.

Wichtiger sind da schon die Gebühren. Häufig musst Du 1,0 oder 1,5 Prozent von Deiner Sparrate bei jeder Sparplanausführung bezahlen.

Einige Broker erheben auch fixe 1,00 Euro bis 1,50 Euro pro Ausführung, was Dir besonders bei Sparraten über 100 Euro sehr entgegenkommt. Der Haken? Das gilt oft nur für ETF-Sparpläne. Wie Du gleich noch sehen wirst, gibt es allerdings auch einen Broker, der für seine Sparpläne überhaupt keine Gebühren erhebt.

Während einige Broker es Dir ermöglichen Deine Sparrate auf mehrere Titel zu verteilen, also z.B. 100 Euro im Monat auf die Aktien von Adidas und Amazon gleichmäßig aufzuspalten (50/50), musst Du bei anderen jeweils einen eigenen Sparplan einrichten. Ist aber auch nur ein geringer Mehraufwand.

Was Du schließlich noch berücksichtigen solltest ist Folgendes: Dadurch, dass Du beim Sparplan einen festen Betrag in einen Titel investierst, der Kurs des Titels aber schwankt, wirst Du fast nie so viel Geld bezahlen, dass es eine gerade Anzahl an Aktien/ETFs ergibt.

Wenn zum Beispiel eine Siemens-Aktie 75 Euro kostet und ich per Sparplan 100 investiere, reich das eben nur für eine ganze Aktie. Stellt sich die Frage, was mit den restlichen 25 Euro passiert. Dafür gibt es bei den Brokern zwei unterschiedliche Wege:

  • Entweder Du bekommst vom Restbetrag Bruchstücke der Aktie bzw. des ETF in Deinem Depot gutgeschrieben. In unserem Beispiel bekämst Du für Deine 100 Euro also ca. 1,3 Siemens-Aktien
  • Oder der Broker bietet keine Zuteilung von Bruchstücken an. In diesem Fall würdest Du nur eine Siemens-Aktie erhalten und die restlichen 25 Euro werden solange zur nächsten Sparrate dazugerechnet, bis es für weitere Aktien reicht.

Die Bedeutung des Sparplanangebots hängt natürlich ganz von Dir ab. Wer wenig von Sparplänen hält, dem wird es völlig egal sein. Andererseits können Sparpläne gerade am Anfang Deines Vermögensaufbaus und bei nur wenig verfügbarem Geld eine tolle Unterstützung sein.

Bedeutung: 🐊🐊

So.

Das war’s!

Du kannst jetzt durchatmen und Dir ruhig mal auf die Schulter klopfen. Du weißt jetzt, auf welche 10 Kriterien es ankommt, um das für Dich ideale Depot auszuwählen. 😎

Damit hast Du die Machete an der Hand, die Du brauchst, um Dir Deinen Weg durch das Dickicht der vielen Depot-Anbieter zu bahnen.

Zu wenig Zeit dafür?

Du willst direkt loslegen?

Einfach keine Lust, die ganzen Angebote durchzugehen? 😁

Alles kein Problem.

Der AnlageAlligator hat sich nämlich für Dich den Markt schon intensiv angeschaut und stellt Dir zum Abschluss noch zwei Broker vor, die er selbst nutzt und die vor allem zum Start wirklich empfehlenswert findet.

Für nicht-mehr-ganz-Anfänger findet sich im Anschluss noch ein Hinweis auf einen Broker für Fortgeschrittene 😉.

3. Der Tipp vom Alligator: Mit diesen Depots machst Du nichts falsch

Ran ans Netz und los geht’s mit der Geldanlage

3.1 Mobil, übersichtlich und unschlagbar günstig – das App-Depot von Trade Republic*

Trade Republic ist einer der jungen Wilden auf dem Markt für Wertpapier-Broker. Seit 2018 können Anleger über den Newcomer Aktien, ETFs, Optionsscheine und sonstige Zertifikate handeln. Und das ausschließlich mobil.

Die App kommt in einem coolen schwarz-weiß-Design daher und ist sehr übersichtlich gestaltet. Dank der schlanken technischen Gestaltung kann der Jung-Broker sein Depot kostenlos und mit konkurrenzlos günstigen 1,00 Euro Kosten pro Order anbieten.

Ist das seriös möglich?

Ganz klar: ja.

Über eine Zusammenarbeit mit der solarisBank hat Trade Republic eine deutsche Banklizenz, Dein Guthaben dort unterfällt also der gesetzlichen Einlagensicherung in Deutschland von bis zu 100.000 Euro.

Meiner eigenen Erfahrung nach funktioniert der Service per E-Mail recht gut. Ausgiebige telefonische Beratungen oder einen Live-Chat mit Mitarbeitern kannst Du zu diesen Gebühren natürlich nicht erwarten. Da die App komplett selbsterklärend und sehr intuitiv zu bedienen ist, macht das aber normalerweise auch nichts aus.

Das musst Du wissen:

  • Trade Republic hat derzeit mehr als 7.300 Aktien, 500 verschiedene ETFs und 40.000 Derivate (also Optionsscheine und andere Zertifikate im Angebot).
  • Orders können mit wenigen Klicks in der App blitzschnell erteilt werden.
  • Es fällt keine Depotführungsgebühr an.
  • Für jede Order (egal wie groß oder klein) fällt pauschal eine Gebühr von einem einzigen Euro an. Als Ziffer: 1,00 Euro! Keine Börsenplatzgebühr, keine versteckten Kosten.
  • Warum sind die so viel günstiger als die Konkurrenz? Bei Trade Republic handelst Du über einen außerbörslichen Handelsplatz, nämlich Lang&Schwarz. Andere Börsenplätze kannst Du nicht auswählen. Lang&Schwarz verdient am sogenannten Spread, das ist der Unterschied zwischen dem An- und Verkaufspreis eines Wertpapiers. Das ist übrigens etwas völlig Normales und funktioniert an den Börsen genauso. Trade Republic erhält von Lang&Schwarz Geld dafür, dass ihre Kunden nur dort handeln können. Diesen Vorteil gibt Trade Republic durch die extrem niedrigen Gebühren zum Teil an Dich weiter.
  • Während die regulären Börsenöffnungszeiten in Deutschland nur von 9 Uhr bis 17.30 Uhr gehen, kannst Du bei Trade Republic durch die Bindung an Lang&Schwarz von 7.30 Uhr bis 23.00 Uhr handeln.
  • Aber Vorsicht: Nur zu den regulären Börsenöffnungszeiten sind die Spreads an diejenigen von Xetra (wir erinnern uns: elektronischer Ableger der Frankfurter Börse) gebunden. Handelst Du also vor 9 Uhr oder nach 17.30 Uhr, kann es Dir passieren, dass die Spreads höher ausfallen als üblich. D.h. Du musst dann entweder etwas mehr für einen Kauf bezahlen oder bekommst etwas weniger für einen Verkauf.
  • Ein weiteres Highlight gibt es für Fans von Sparplänen. Denn sämtliche der über 300 bei Trade Republic besparbaren ETFs sind komplett gebührenfrei. Du zahlst für die Sparplanausführungen keinen einzigen Cent! Und das schon ab einer Sparplanrate von 10 Euro. Während zunächst nur Sparpläne auf ETFs möglich waren, sind mittlerweile auch 1.000 Aktien im Sparplanangebot von Trade Republic. Natürlich auch gebührenfrei. Einziges kleines Manko: ETFs gibt es nur vom Marktführer iShares.

Wie es geht:

Kinderleicht und schnell. Einfach hier das Depot von Trade Republic beantragen*. Du wirst auf die Registrierungs-Website weitergeleitet. Dort darfst Du zunächst Deine Handynummer verifizieren. In der Verifikations-SMS bekommst Du einen Link zum Herunterladen der Trade-Republic-App. Danach müssen noch die üblichen Daten angeben werden.

Im nächsten Schritt erfolgt – wie bei Bankkonten auch – die Verifizierung deiner Person, was bequem per Video-Ident-Verfahren gemacht wird. Das heißt, Du hast einen kurzen Video-Chat mit einem Mitarbeiter. Hier kann es passieren, dass Du ein paar Minuten auf einen freien Mitarbeiter warten musst. In der Zeit kannst Du schon mal Deinen Personalausweis raussuchen, den brauchst Du nämlich. Manchmal kommst Du aber auch sofort durch. Nach dem Chat hast Du es schon fast geschafft.

Jetzt fehlen nur noch ein paar Fragen zu Deinen bisherigen Erfahrungen mit Aktien & Co., die Trade Republic Dir von Gesetzes wegen stellen muss.

Schwupps, schon ist Dein Depot fertig. Im Idealfall dauert das keine 10 Minuten!

Um handeln zu können musst Du nur noch Geld an die IBAN Deines Verrechnungskontos (im App-Depot einsehbar) überweisen und sobald das Geld da ist, kannst Du in die Welt der Geldanlage eintauchen!

Viel einfacher als Trade Republic diesen Registrierungsprozess gestaltet hat, kann man es wirklich kaum noch machen. Falls Du aber lieber zu einem etablierteren Broker greifen willst, der nicht nur mobil sondern auch mit einer Desktop-Variante unterwegs ist und trotzdem tolle Konditionen anbietet, ist vielleicht der nächste Tipp was für Dich…

3.2 Massig Sparpläne und saftige Sonderkonditionen – das Trader-Konto der Consorsbank*

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Die Consorsbank ist die deutsche Tochter der französischen BNP Paribas. Ob per Smartphone, Tablet oder ganz klassisch am Desktop – hier kannst Du auf das Endgerät Deiner Wahl zurückgreifen.

Obwohl sie eine all-in-one-Lösung darstellt, also neben dem Depot auch Giro-, Festgeld- und Tagesgeldkonten anbietet, wird der Broker-Sparte große Aufmerksamkeit gewidmet. Gerade im Bereich der Sparpläne prüft die Consorsbank permanent, welche Aktien und ETFs besonders gefragt sind und erweitert ihr Sparplanangebot dementsprechend.

Neben den Sparplänen fällt die Consorsbank vor allem mit ihren tollen Angeboten für junge Leute bis maximal 25 auf. Mit dem Trader-Konto gibt es aber auch eine gute und preiswerte Depot-Variante für alle anderen.

Als breit aufgestellte Direktbank mit rund 1.200 Mitarbeitern bietet die Consorsbank natürlich neben der elektronischen Kommunikation auch eine telefonische Beratung an. Als zusätzliche Service-Leistungen gibt es ein eigenes Wissensportal zu verschiedenen Finanzthemen, tägliche Finanznews und eine Community, in der Du mit anderen Kunden in Kontakt treten kannst.

Das musst Du wissen:

  • Keine Depotführungsgebühren
  • Handel an über 30 verschiedenen Handelsplätzen möglich
  • Beim Trader-Konto* handelst Du in den ersten 12 Monaten für günstige 3,95 Euro pro Order über den außerbörslichen Handelsplatz Tradegate. Tradegate ist längst etabliert und bietet zu den üblichen Börsenöffnungszeiten auch faire Spreads. Nach dem ersten Jahr werden immer mindestens 9,95 Euro pro Order fällig. Willst Du über Xetra oder andere Börsen handeln, können noch 2 oder 3 Euro für den Börsenplatz dazukommen.
  • Noch besser erwischst Du es mit dem Young Trader Zero*. Wenn Du bei Depoteröffnung nicht älter als 25 Jahre bist, handelst Du sogar 24 Monate lang komplett kostenlos über Tradegate. Es fallen also weder Order- noch Handelsplatzgebühren für Aktien und ETFs an. Stark. Der Alligator findet: Ein tolles Geschenk, um sich Stück für Stück das eigene Depot aufzubauen – auch wenn Du am Anfang noch nicht so viel Geld anlegen kannst.
  • Auch wer schon ein Depot hat und dieses zur Consorsbank überträgt, wird belohnt. Für einen Depot-Übertrag zur Consorsbank* gibt es ganze 10 Freetrades auf Tradegate, die Du 12 Monate lang nutzen darfst.
  • Aber jetzt zu den angepriesenen Sparplänen. Aktuell bietet die Consorsbank über 330 Aktien und 551 (!) sparplanfähige ETFs verschiedener Anbieter an. Diese kannst Du ab einer Sparrate von nur 25 Euro im Monat besparen, wobei grundsätzlich eine Gebühr von 1,5 Prozent anfällt. Derzeit gibt es allerdings auch sagenhafte 285 Aktions-ETFs, die Du komplett gebührenfrei besparen kannst!
  • Apropos Sparplan. Völlig klar, dass sich die Consorsbank auch hier nicht lumpen lässt. Wer einen Sparplan* abschließt und ihn 12 Monate ununterbrochen bespart, erhält als Prämie 20 Euro überwiesen. Egal, ob Du schon Bestandskunde bist oder gerade erst Dein Depot eröffnest. Angenommen, Du besparst monatlich mit 25 Euro. Aufs Jahr gesehen hast Du 300 Euro investiert. Jetzt gibt’s noch 20 Euro geschenkt. Macht schon fast 7 Prozent zusätzliche Rendite. Stark.

Na?

Könnte das was für Dich sein? Falls ja, geht’s jetzt noch mit ein paar Worten zur Depoteröffnung weiter 🙂

Wie es geht:

Die Depot-Eröffnung bei der Consorsbank geht nicht ganz so schnell wie bei Trade Republic, ist aber beileibe auch kein Hexenwerk. Im Wesentlichen besteht sie aus zwei Schritten. Folge einfach Dem Link zum Trader-Konto* oder Young Trader Zero* und klicke auf den “Eröffnen”-Button.

In einem ersten Schritt fragt die Consorsbank unter anderem ab, ob Du bereits Kunde bist. Danach folgen einige persönliche Angaben. Am Ende bekommst Du alle Daten nochmal in der Übersicht und darfst den Antrag abschließen.

Schritt 2 ist die Verifizierung, auf die natürlich auch die Consorsbank nicht verzichten kann. Dieser Identitätscheck erfolgt hier per POSTIDENT. Vor ein paar Jahren hieß das noch, Du musst jetzt zur nächsten Post laufen und Dir dort von einem Mitarbeiter bestätigen lassen, dass Du auch wirklich derjenige bist, der auf dem Antrag steht. Mittlerweile geht das glücklicherweise auch online. In einem Videotelefonat, für das Du Deinen Personalausweis brauchst, wird Dein Antrag legitimiert.

Damit hast Du alles Erforderliche getan und musst jetzt ein paar Tage abwarten, weil Dir die Consorsbank Deine Zugangsdaten per Post zuschickt. Damit Du so schnell wie möglich loshandeln kannst, bietet es sich an, das Geld, das Du anlegen willst, zeitnah an die IBAN Deines für das Depot eingerichteten Verrechnungskontos zu überweisen.

Um Dich dann einzuloggen und Orders anzuweisen, lädst Du Dir entweder die SecurePlus-App runter oder Du entscheidest Dich für den TAN-Generator der Consorsbank. Im Gegensatz zur kostenlosen App kostet dieser allerdings um die 20 Euro. Aber keine Panik! Die Vorgehensweise ist auch Schritt für Schritt in den Unterlagen, die Du per Post bekommst, erklärt. Da kann an sich nichts schief gehen.

4. Optionen, Futures und Devisen: das Depot für Fortgeschrittene

Je tiefer Du in das Thema Geldanlage eintauchst und je kreativer Deine Investmentideen ausfallen, desto wahrscheinlicher wirst Du an einen Punkt kommen, an dem das Angebot herkömmlicher Broker nicht ganz ausreicht.

Bei Aktien, ETFs & Co. kommst Du meist mit einem regulärer Broker – wie die beiden oben empfohlenen – ganz gut aus. Wenn Du aber Optionen (nicht: Optionsscheine), Futures oder fremde Währungen handeln, Leerverkäufe oder Day-Trading betreiben willst, brauchst Du mehr. Ein anderes Kaliber von Broker.

Das kann z.B. der Broker LYNX* sein, mit dem der AnlageAlligator gute Erfahrungen gemacht hat. Ganz besonders hervorzuheben ist dabei der Service von LYNX. Gerade für ein Depot, über dass Du auch komplexere Anlageprodukte handeln kannst, ist es wichtig, kompetente Ansprechpartner zu haben. Auch der Alligator hat in der Anfangszeit einige Male angerufen, um sich über verschiedene Produkte und die Trader Work Station (dazu gleich mehr!) schlau zu machen.

Das Fazit dieser Telefonate: So gut wie keine Wartezeiten. Unglaublich freundliche Mitarbeiter. Kompetente Beratungen.

Für den Service also schon mal volle Punktzahl! ✔️

Den Rest gibt es jetzt im Überblick.

Das musst Du wissen:

  • Ein Manko vorneweg: Um ein Depot bei LYNX zu eröffnen ist eine Mindesteinzahlung erforderlich. Diese beträgt aktuell 4.000 Euro.
  • LYNX gibt Dir Zugang zu mehr als 130 verschiedenen Börsen weltweit, was es möglich macht, auch vergleichsweise exotische Aktien zu kaufen.
  • Bei der Depot-Eröffnung kannst Du zwischen einem Bar- und einem sogenannten Margin-Depot wählen. Das Margin-Depot ermöglicht es Dir, Wertpapiere auch mit Hebel – also auf Kredit – zu kaufen. Bei einem Bar-Depot hingegen kannst Du, wie bei anderen Brokern auch, nur das Geld ausgeben, das Du eingezahlt hast.
  • Aktien sind ab 5,80 Euro, Optionen ab 2 Euro handelbar. Insgesamt sind die Gebühren übersichtlich und fair.
  • Dem Kunden wird eine Trader Work Station (TWS) zum Download angeboten. Damit kannst Du wie Profi-Trader quasi in Echtzeit handeln und hast viele verschiedene Charts und Analyse-Tools zur Verfügung. Wen der Funktionsumfang einer TWS erstmal erschlägt, der kann mit LYNX Basic aus einer eleganten und übersichtlichen Desktop-Variante heraus handeln. Abgerundet werden die Nutzungsmöglichkeiten durch die ebenfalls vorhandenen mobile Trading App.
  • Sich in Optionen, Futures und andere komplexere Anlageprodukte einzulesen, ist am Anfang erst mal gar nicht so ohne. Besonders hervorzuheben ist daher auch das umfassende Info- und Schulungsmaterial, das LYNX zur Verfügung stellt. In diese Kategorie fällt auch das kostenlose Demokonto, mit dem du die sicher ungewohnte Trader Work Station erstmal mit virtuellem Geld ausprobieren kannst.
  • Anders als die herkömmlichen deutschen Broker wie die Consorsbank und Trade Republic behält LYNX nicht automatisch Abgeltungssteuer ein. Wenn Du also einen Veräußerungsgewinn erzielst oder Dividenden kassierst, musst Du selber dran denken, das Geld in Deiner Steuererklärung anzugeben. Auf der anderen Seite bedeutet das natürlich auch, dass Du das Geld länger – nämlich bis zur Steuerzahlung – für Dich arbeiten lassen kannst.

Du hast es wahrscheinlich selbst schon gemerkt: LYNX bietet Dir im Vergleich zum Trader-Konto der Consorsbank* oder dem App-Depot von Trade Republic* (deutlich) mehr Möglichkeiten, verlangt aber auch mehr Wissen. Oder zumindest die Bereitschaft, sich dieses Wissen anzueignen 😃. Dafür stellt Dir LYNX wie oben schon geschrieben eine Menge Unterstützung zur Seite.

Wie es geht:

Die Depot-Eröffnung bei LYNX braucht etwas länger als die Trade Republic oder der Consorsbank. Da Du hier komplexere Finanzprodukte handeln kannst, müssen einfach mehr Dinge abgefragt und geklärt werden. Länger als ein paar Tage dauert es aber selten. Folge einfach Dem Link zum Broker LYNX* und klicke auf den “Depot Eröffnen”-Button.

In einem ersten Schritt fragt LYNX eine Reihe persönlicher Angaben ab und klärt über diverse rechtliche Angaben auf. Viele Produkte darfst Du nämlich von Gesetzes wegen nicht handeln, wenn Du als Anleger noch zu unerfahren bist.

Schritt 2 ist die Verifizierung, auf die natürlich auch LYNX nicht verzichten kann. Dieser Identitätscheck erfolgt hier per POSTIDENT. Vor ein paar Jahren hieß das noch, Du musst jetzt zur nächsten Post laufen und Dir dort von einem Mitarbeiter bestätigen lassen, dass Du auch wirklich derjenige bist, der auf dem Antrag steht. Mittlerweile geht das glücklicherweise auch online. In einem Videotelefonat, für das Du Deinen Personalausweis brauchst, wird Dein Antrag legitimiert.

Im Anschluss musst Du den Antrag noch in unterschriebener Form postalisch an LYNX schicken, woraufhin Dein Depot üblicherweise binnen 2-3 Werktagen eröffnet wird.

Anmerkung: Der Alligator hat alles für Dich nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert. Dass sich doch mal ein Fehler einschleicht oder Konditionen geändert werden, kann man jedoch nie ausschließen. Maßgeblich sind daher immer die Bedingungen laut der Seite des Anbieters. Der Alligator kann (und will^^) hier keine Haftung übernehmen.

Der schnelle Happen 🐊

  1. Ein Depot ist die absolute Grundvoraussetzung für die Geldanlage.
  2. Vorstellen kannst Du Dir ein Depot als eine Art “Bankkonto für Wertpapiere“. Dort kannst Du Aufträge zum Kauf und Verkauf von Aktien, ETFs und anderen Wertpapieren erteilen.
  3. Die Kriterien für die Auswahl des richtigen Depots sind so vielfältig wie es die Bedürfnisse und Vorlieben der Anleger auch sind.
  4. Besonders wichtig sind aber in jedem Fall die Gebühren für Depotführung und Orders sowie das Angebot an Wertpapieren. Auch bei der Auswahl an Sparplänen und den dafür anfallenden Gebühren gibt es sehr große Unterschiede.
  5. Besonders einsteigerfreundlich und übersichtlich sind zum einen die Depots der Consorsbank (Trader-Konto* oder Young Trader Zero*). Hier findest Du jede Menge Sparpläne und Sonderkonditionen. Zum anderen ist auch das App-Depot von Trade Republic* sehr empfehlenswert. Dort überzeugen vor allem die außergewöhnlich niedrigen Kosten und die kinderleichte, schnelle Handhabung.
  6. Wer komplexere Anlageprodukte wie Optionen, Futures und Devisen handeln will, der braucht ein Depot mit größerem Funktionsumfang. Hier sticht durch den tollen Service vor allem der Broker LYNX* hervor.

Hinweis: Mit * markierte Links sind sog. Affiliate-Links. Wenn Du ein Produkt über einen solchen Link bestellst, erhalte ich eine Provision für die Vermittlung. Selbstverständlich entstehen Dir dadurch keinerlei zusätzliche Kosten. Da der Alligator ausschließlich von ihm selbst genutzte Produkte empfiehlt, profitieren wir beide: Du bekommst ein seriöses, ausgiebig getestetes Produkt und sicherst gleichzeitig den Fortbestand des AnlageAlligators. Also Artenschutz. Quasi.

Vielen Dank für Deine Unterstützung!

Hey Du! 🙂 Sorry für die kurze Störung. Falls es Dir beim Alligator gefällt, lass doch eben Deine Mailadresse da. So bekommst Du als Erster alle neuen Tipps und Tricks in Dein Postfach. 😎

Das war’s auch schon, viel Spaß beim Weiterlesen! 🙂